Projekt 2019.5

hell/ dunkel

Schon lange wollte ich mal ein ganz hartes schwarz/weiß Bild von einem Mann machen. Da kamen mir die Schlagworte "hell/ dunkel" dann genau recht. Die erste Herausforderung war, einen Mann zu finden, denn nach meiner Erfahrung sind Männer eher kamerascheu...

 

Aber dann lief mir Flo auf Facebook über den weg. Da ich nichts zu verlieren hatte fragte ich ihn, ob er Lust zu einem Shooting hat. Und siehe da, er fühlte sich sogar geehrt, dass ich ihn ausgewählt habe.

 

Die Herausforderung bei diesem Bild war das Licht, denn mit Licht, Schatten und Helligkeiten kann man ganz viel machen. Verrückt man den Blitz nur ein kleines Stück kann das schon wieder enorme Auswirkungen auf das Bild haben.

 

Ich habe also zu Anfang des Shootings ertmal ausprobiert wie ich den Blitz platziere, mit wievielen Blitzen ich arbeite und welche Lichtformer ich wähle. Lichtformer sind die Dinger, die man vorne auf dem Blitz befestigt, sie haben Einfluss auf die Ausbreitung des Lichts oder de Form des Lichts.

Bei diesem Bild habe ich zwei Blitze verwendet. Einer von rechts hinten und den anderen frontal von oben. Flo hatte das Kinn leicht angehoben, so dass man in den Augen gerade noch so den Lichtreflex sehen kann.

Dieses Bild ist mit den gleichen Lichteinstellungen fotografiert. Der Unterschied ist nur, dass Flo jetzt gerade aus schaut, nicht wie zuvor das Kinn anhebt.

Bei diesem Bild habe ich den hinteren Blitz ausgeschaltet. Es ergab sich wieder eine ganz andere Bildwirkung.

Hier wählte ich dann einen anderen Lichtformer. Zuvor verwendete ich eine Softbox, die durch das weiße Tuch eher weiches Licht, also auch weiche Schatten im Gesicht macht. Die Softbox habe ich für dieses Bild entfernt, so dass die volle Ladung Licht knallhart auf ihn strahlte. Das Ergebnis sind harte Schatten und ein geiles rotziges Bild, finde ich.

 

Mein Reumée: Wieder eine tolle Erfahrung für mich. Es ist immer wieder Spannend, wie viel man mit Licht machen kann und welche große Auswirkungen nur kleine Veränderungen haben.